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Kein Selbstmitleid!

Knapp über ein Monat liegt mein erster Eintrag nun schon zurück. Nochmal gelesen, hält sich meine Zufriedenheit darüber aber in Grenzen. Noch zu sehr zeichnet sich das Erstlingswerk mit allerlei Schönheitsfehlern aus, liest sich nicht wirklich flüssig und kränkelt einfach an vielen Stellen. In der Hoffnung, dass dies nur an der fehlenden Übung liegt, wage ich aber trotzdem eine Fortsetzung. Sollte mich nach dem hundertsten Eintrag noch immer das gleiche Gefühl befallen, werde ich wohl einsehen müssen, dass ich es vielleicht doch nicht mehr lernen werde. Aber versuchen werde ich es!

 

Einen Monat liegt es nun schon zurück, dass ich euch das erste Mal von meinen Absichten erzählt habe. Eine Zeitspanne also, in der doch einiges passieren kann. Um es gleich vorweg zu nehmen: ich bin immer noch Single - das hat sich  schon einmal nicht verändert. Was sich allerdings doch etwas verändert hat, ist meine Einstellung diesem Thema gegenüber. Ursprünglich stellte ich mir das ganze wie die Aufzeichnung meines Unterganges vor. Das dramatische Versinken in Selbstmitleid während es doch eigentlich gar kein Grund dafür gegeben hätte. Dies werde ich nun mit allen Mitteln zu verhindern suchen. Mag ja sein, dass es lange dauert, einen besonderen Menschen zu finden, mit dem man sich eine lange Beziehung vorstellen kann, doch ist das letztlich kein Grund, die Zeit dafür zu nutzen, sich selbst runterzuziehen. Und das gilt insbesondere für mich. Klar, Geschmäcker sind verschieden und man kann nicht der Traummann jeder Frau sein, doch hält sich die Anzahl der Menschen, die mich als hässlich bezeichnen würde, sicherlich in Grenzen. Das klingt jetzt vielleicht eingebildet, soll aber nur verdeutlichen, dass es Menschen gibt, die es allein auf dieser Ebene sehr viel schwerer haben als ich und es nicht gerecht wäre, mir jetzt einzureden "oh keiner mag mich, weil ich so hässlich bin".

 

Dafür gibt es an mir genügend andere Punkte, an denen ich noch arbeiten muss. Und das fängt schon mit dem Reden nach der Flirtphase an. Am besten funktioniere ich nämlich, wenn gar nicht geredet wird. Stellt euch mich in einer Disco vor, wie ich schon leicht -oder manchmal auch voll - angetrunken, mit einem leicht dämlichen, aber doch süßen Grinser im Gesicht auf der Tanzfläche herumzucke, bemüht darum, Bewegungen zu machen die wenigstens halbwegs zur Musik passen und es dann auch noch ein Mädel gibt, dass sich von all dem nicht abschrecken lässt und plötzlich mit mir tanzt. Nichts reden, einfach tanzen - also zumindest das beste, was ich tanztechnisch eben so zusammenbringe. Und dann kommt es einfach von einem zum anderen und wir küssen uns irgendwann. Ja, so ist es schon ein paar mal passiert. Manchmal mache ich vielleicht auch eine Handbewegung um sie aufzufordern mit mir zu tanzen, doch geredet habe ich in keinem dieser Fälle. Trotzdem gefällt mir diese Art des "Kennenlernens", weil doch schon im Vorfeld so etwas wie Vertrauen besteht, man sich nicht vor dem gesellschaftlich akzeptierten Bereich der Intimzone aufhält, um dem anderen nicht zu Nahe zu kommen und man nicht bemüht darum ist, sein Können im Bereich der verbalen Kommunikation richtig anzuwenden, nur um dem Gegenüber irgendwann einmal nahe zu kommen, sondern weil alles einfach komplett anderes herum verläuft und man schon in der Initimzone mit der Kontaktaufnahme startet. Ist doch schön.

 

Doch irgendwann kommt dann doch der Punkt, an dem es sich einfach nicht mehr vermeiden lässt und man ein, zwei Wörter wechseln muss. Und da wird's dann manchmal schwierig. Alleine schon, weil eine meiner Standardaussagen dann oft  ist: "Aber nur dass du es weißt: mehr läuft heute nicht". Ich habe keine Ahnung wie es für ein Mädel ist, das von einem Mann zu hören, doch sehr angebracht erscheint es mir jedenfalls nicht, auch wenn es nur meine Schüchternheit und Angst zum Ausdruck bringt, mich auf etwas wie einen One-Night-Stand einzulassen. Das konnte ich noch nie und vermutlich muss sich noch einiges ändern, bevor ich es könnte. Dazu bin ich viel zu sehr Beziehungsmensch beziehungsweise fehlt mir noch das Selbstvertrauen, einfach einmal ins kalte Wasser zu springen und an so einem Abend dann mehr zuzulassen.

 

Und dieses mangelnde Selbstvertrauen ist auch schon der nächste Punkt, den Mädels bei mir recht schnell erkennen, denke ich. Hätte ich ein etwas ausgeprägteres Selbstbewusstsein, wären meine Erfolge bei Mädels sicherlich häufiger. Aber gut, daran arbeite ich ja jetzt gerade. Denn Erfolge gibt es ja, ich muss nur noch lernen, diese dann in mehr Selbstvertrauen umzuwandeln! Doch das werde ich schaffen. Und die nächste Gelegenheit ergibt sich schon dieses Wochenende. Eine Freundin meines besten Freundes nimmt gleich fünf Singlemädels mit zum feiern. Und für sie gäbe es wohl nichts interessanteres, als mich mit einer von diesen für ein Schäferstündchen zu verkuppeln. Woraus sie die Motivation dafür bezieht, kann ich leider nicht sagen, zumal sie mich bis jetzt fast nur aus den Erzählungen meines Freundes kennt, doch irgendetwas sagt mir, dass sie mich attraktiv findet. Sie weiß auch, dass mein letzter Sex schon eine Ewigkeit zurück liegt. Vielleicht hat sie ja auch nur Mitleid und bittet ihre Freundinnen einfach um ein Opfer mir zuliebe. Aber ich werde euch berichten, wie es ausging!

 

Ach ja, und wie steht es eigentlich mit meinen Lovoo-Votes?  

Aktueller Stand ist nun 1455.

Also 545 Votes hat die Liebe noch Zeit, mich zu finden!

 

Bis zum nächsten Mal!  

27.4.16 21:15

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